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Jindřich Štreit (geb. 1946) gehört zu den bedeutendsten Dokumentar-Fotografen. Seit mehr als fünf Jahrzehnten beschreibt er in seinen Bildern das Leben auf dem Land in den tschechischen Regionen Nordmähren und Böhmen. Thematisch und in der fotografischen Qualität stehen die Arbeiten Štreit’s den humanistischen Bildschöpfungen der Magnum-Fotografen nahe, aber es ist sein eigener, universeller Blick auf diese Welt, der seine Fotografien so einzigartig macht. Jindřich Štreit beschreibt die Vereinzelung und Vereinsamung des Menschen im Alltag des sozialistischen Kollektivs. Doch im Privaten auf den gemeinsamen Festen und Begegnungen zeigt er auch die Lebensfreude, eine starke Gemeinschaft und Solidarität. In der Gegenüberstellung mit den Aufnahmen von offiziellen Kundgebungen und Feierlichkeiten des Staates wird dies um so deutlicher. Er hat ein visuelles Archiv geschaffen, welches das Leben in einer heute fast schon vergessenen Diktatur abbildet und kritisch in unser kollektives Gedächtnis zurückführt: Ein Ausschnitt der kulturellen Identität und Geschichte Europas. Seinen Bildern wohnt ein Bruch mit dem System, mit der festen Ordnung inne, weil er die Sehnsüchte der Menschen nach einer freien und besseren Welt beschreibt. Jindřich Štreit steht in einer sozialen Foto-Tradition, die er mit Chris Killip, Anders Petersen und Josef Koudelka teilt. Seine Arbeiten sind in den wichtigsten Museen und Sammlungen vertreten, u.a. auch im MoMA Department of Photography in New York.

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