Ein Treffen in Prag mit Jindřich Štreit und Vladimír Birgus

Jindřich Štreit hat, ähnlich wie Josef Koudelka, Mitte der 60er Jahre angefangen, sich auf Fotografie der Landbevölkerung (zuerst nur Roma) – in den ehemaligen von Deutschen besiedelten Gebieten in Böhmen und Mähren – zu fokussieren. Hier ist Streit auch aufgewachsen. In den 70ern hat ihn die führende Fototheoretikerin und Kuratorin Anna Farova, welche durch ihre Freundschaft zu Josef Sudek einige Freiheiten hatte, entdeckt und in Prag ausgestellt. Aufgrund seiner direkten und den sozialistischen Alltag auf dem Land ungeschönt darstellenden Bildern, wurde er verhaftet und bekam ein völliges Ausstellungs- und Publikationsverbot, durfte aber absurderweise weiter fotografieren. So erschienen bis zur „Samtenen…

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