A Kingdom for a Tree – Aleksandra Sawa

EIN WALD VON BEDEUTUNGEN „Menschliche Zivilisationen definieren sich in Opposition zur Natur“, schreibt Aleksandra Sawa über ihre aktuellen Arbeiten. Was von unserer Welt übrigbleibt, wenn aus dieser Opposition Dominanz und schließlich Zerstörung geworden ist, erkundet die Berliner Fotografin in ihrem Zyklus „A Kingdom for a Tree“. In ihren Bildern inszeniert Sawa eine Frau zwischen sterbendem Wald und leeren Landschaften. Die ausdrucksstarken Szenen in Schwarzweiß und Farbe wechseln stilistisch zwischen Dokumentation und Bühne, einige wirken wie Traumsequenzen. Das Werk ist unverkennbar politisch, aber gerade nicht aktivistisch: Die Bedeutungsebenen sind zu vielfältig, als dass man sie auf den ersten Blick erschließen könnte.…

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Führungen durch das Lonka Projekt

Bis zum 17. Juni 2021 kann die Ausstellung DAS LONKA PROJEKT im Rahmen einer Führung mit Gisela Kayser, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus und Kuratorin der Ausstellung, sowie Thomas Gust, Fotoexperte und Verleger vor Ort besichtigt werden. In einer kleinen Runde von jeweils nur 10 Personen erhalten die Teilnehmer*innen dabei einen umfassenden Einblick in das Projekt. © Holger Biermann Die Ausstellung ist nur noch an diesen Terminen im Willy-Brandt-Haus zu besichtigen und wird danach abgebaut. Für DAS LONKA PROJEKT haben 300 der weltweit führenden Fotograf*innen aus rund 30 Ländern Holocaust-Überlebende in ihrem privaten Umfeld fotografiert und ein einzigartiges Gesamtwerk geschaffen. Mitgewirkt haben renommierte Fotokünstler*innen wie…

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Anno Wilms – Jazz in Berlin 1970–1993

Die Berliner Fotografin Anno Wilms hat von 1967 bis 1993 das Jazzfest Berlin, eine der ältesten und angesehensten Jazz-Veranstaltungen Europas, vor allem aber seine Musiker und die mit Ihnen verbundene Aura in atmosphärischen Bildern festgehalten. Schon der erste Festivalleiter Joachim E. Behrendt wusste die ausdrucksstarken Porträts der Künstlerin zu schätzen und hat sie in seinen zahlreichen Publikationen zum Thema immer wieder aufgenommen. 2004 wurden mehrere ihrer Bilder in der Festivalchronik zum 40jährigen Jubiläum veröffentlicht, zehn Jahre später ist sie eine von fünf Fotografen/innen, die eingeladen wurden, ihre künstlerische Sicht auf den Jazz im Wandel der Jahrzehnte in einer Festivalausstellung vorzustellen.…

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Virtuelle Ausstellung: Valery Faminsky – Berlin Mai 1945 vom 1. bis 15. Juli 2021

Zum Gedenken an den Jahrestag der Befreiung von Nationalsozialismus und Faschismus am 8. Mai 2021 eröffnet der Verlag und die Galerie Buchkunst Berlin eine virtuelle Ausstellung am 1. Mai 2021, kuratiert von Ana Druga und Thomas Gust mit den Aufnahmen des sowjetischen Frontfotografen Valery Faminsky von den letzten Kriegstagen und dem beginnenden Frieden in der Stadt. Valery Faminsky gelangte mit den ersten Soldaten am 22. April 1945 in das umkämpfte Berlin. Seine eigentliche Aufgabe war die Dokumentation der medizinischen Versorgung und Logistik von Transporten verwundeter Soldaten für die Militärmedizinischen Institute der Roten Armee. Faminskys Fotografien schildern ohne jede Propaganda und…

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Die Verlesung der Kapitulation in den Straßen Berlins

Am 8. Mai 1945 rollen Funkwagen durch die Straßen Berlins und verlesen den offiziellen Text der Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Hier endet der Krieg. Der Frontfotograf Valery Faminsky begleitet diese Augenblicke mit seiner Leica Kamera. Die Serie von Fotografien vermittelt durch die Nähe zu den Menschen diesen geschichtlichen Moment und dessen Emotionalität. Wie mögen die Stimmen der vorlesenden Soldaten geklungen haben, widerhallend aus den Lautsprechern in den Straßen, die nur noch die Klänge von Schreien, Schüssen und Detonationen kannten? Die Stimmen sagen: „Das Sterben ist vorbei.“ Nach hunderten von Sirenen-Nächten, nach Bomben, Artilleriebeschuss und Straßenkämpfen, kommen die Menschen, darunter viele Kinder,…

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Frontstraße nach Berlin, April 1945

Der sowjetische Frontfotograf Valery Faminsky kehrte Ende Mai 1945 aus Berlin nach Moskau zurück. Vor dem Krieg als Fotojournalist tätig, fotografierte er ab 1943 für die medizinischen Abteilungen der Roten Armee an den verschiedenen Fronten des Zweiten Weltkrieges. Neben diesen Dokumentationen entstehen im April und Mai 1945 künstlerische wie humanistische Aufnahmen vom Ende des Krieges und der Befreiung Berlins. Nach seiner Rückkehr ordnete er die knapp 500 Negative und Kontaktbilder, die er während der Ereignisse angefertigt und nur mit den notwendigsten Informationen beschriftet hatte. Er bewahrt diese bis zu seinem Tod im Jahr 1993 in seinem Archiv auf. Erst vor…

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Die Schlacht um die Seelower Höhen im April 1945

Am 18. April 1945 tobt der Kampf um die Seelower Höhen bereits seit zwei Tagen und Nächten. Es ist der Beginn der Schlacht um Berlin. An drei Fronten, welche von der Ostsee bis nach Görlitz reichen, stehen knapp 2,5 Millionen russische Soldaten der deutschen Verteidigung gegenüber. Am frühen Morgen des 16. April beginnt die Schlacht auf den Seelower Höhen, dem mittleren Frontabschnitt, mit einem Trommelfeuer aus 40.000 Geschützen. Weit mehr als eine Million Granaten zerreißen den Boden und die Körper. Der deutsche Soldat Friedrich Schöneck berichtet davon: „Ein ohrenbetäubender Lärm erfüllt die Luft. Das ist gegenüber allem bisher Dagewesenen kein…

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Jindřich Štreit – Ausstellung in der AnzenbergerGallery in Wien

Die Ausstellung JINDŘICH ŠTREIT – VILLAGE PEOPLE 1965-1990 in der AnzenbergerGallery in Wien vom 10. März bis 21. Mai 2021 ist die Weltpremiere einer Wanderausstellung zur Buchveröffentlichung des tschechischen Meisterfotografen und zeigt hier ausschließlich Vintage Prints! Die Ausstellung wurde in enger Kooperation mit Regina Anzenberger, Denis Brudna (Photonews Hamburg), Ana Druga und Thomas Gust (Buchkunst Berlin) kuratiert und initiiert . Im Österreich wurde der Lockdown schon aufgehoben und daher freuen wir uns besonders, dass man hier wieder Ausstellungen besuchen darf. Natürlich unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. Jindřich Štreit, geb. 1946, ist ein außergewöhnlicher Chronist und Erzähler. Er beschreibt in seinen Schwarzweiß-Fotografien…

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Das Lonka Projekt im Willy-Brandt Haus: Online-Führungen mit Thomas Gust

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert „Das Lonka Projekt – Eine fotografische Hommage an die letzten Holocaust-Überlebenden“ vorerst als virtuelle Ausstellung und in Form von Online-Führungen vom 27. Januar bis 11. April 2021. Gisela Kayser, die künstlerische Leiterin des FWBH hat die Ausstellung kuratiert. Thomas Gust, Fotoexperte und Verleger führt in der einstündigen Veranstaltung durch die Ausstellung und gibt anhand einer Auswahl von Fotografien einen umfassenden Einblick in das Projekt. Am Ende haben die Teilnehmer*innen der Führung die Möglichkeit, Fragen zur Ausstellung an Thomas Gust zu stellen. Die Online-Führungen werden mit ZOOM live übertragen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Keine vorherige Anmeldung notwendig.…

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JINDŘICH ŠTREIT – VILLAGE PEOPLE 1965–1990

„Die poetischen wie gleichermaßen radikalen Aufnahmen Jindřich Štreits haben ein universelles Menschenbild erschaffen. Sie gehören heute zu den großen Klassikern der humanistischen Fotografie.“ Thomas Hoepker | Magnus Photos Jindřich Štreit ist ein außergewöhnlicher Chronist und Erzähler. In den 1970er und 1980er Jahren, der Zeit des kommunistischen Hardliner-Regimes, beschreibt er in seinen authentischen Schwarz-Weiß-Fotografien das Leben auf dem Land in der ehemaligen Tschechoslowakischen Republik. Mit dieser Monografie liegt jetzt eine umfassende Auswahl seiner Aufnahmen aus dieser Zeit vor, die mittlerweile zu fotografischen Ikonen geworden sind. Die realistischen Fotografien Štreits stehen in einem starken Widerspruch zu den inszenierten Bildern, die zu dieser Zeit…

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Deutscher Fotobuchpreis 2020 | 2021

Über die zwei Prämierungen des Deutschen Fotobuchpreises 2020 | 2021 haben wir uns auch dieses Jahr sehr gefreut. Unsere Publikation DAS AUGE DES KRIEGES / UKRAINE 1941/42 – DIETER KELLER wurde mit der Silbermedaille (Shortlist) in der Kategorie Fotograf / Monografie nominiert. Weitere Details sind auch hier zu finden. Das Fotobuch STANDING BY THE WALL – BERLIN 1990 mit Fotografien von Josef Wolfgang Mayer wurde mit Bronze (Longlist) in der Kategorie Fotograf / Monografie prämiert. Zu der Prämierung und allen weiteren Nominierten und Sieger geht es hier lang. Folgendes fasst die Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart über den diesjährigen Wettbewerb…

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NEUE ZEIT? – 75 Jahre Kriegsende – Ausstellung im Willy-Brandt-Haus

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert vom 12. September bis 25. Oktober 2020 die Ausstellung NEUE ZEIT? – 75 Jahre Kriegsende. Aufgrund der aktuellen Situation findet leider keine Eröffnung statt. Die Ausstellung NEUE ZEIT? versammelt drei Fotoarchive: Die Aufnahmen eines unbekannten deutschen Soldaten beim Einmarsch in Warschau im Herbst 1939, Aufnahmen des dem Bauhaus nahestehenden Fotografen Dieter Keller von der ukrainischen Front 1941/42, sowie Fotografien des russischen Frontfotografen Valery Faminsky von der Befreiung Berlins und den ersten Friedenstagen in der Stadt im Mai 1945. Prof. Dr. Peter Steinbach (Historiker und Politikwissenschaftler) initiierte die Ausstellung NEUE ZEIT? und stellte die Fotografien des Archives…

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